Letter from Alfred to Monika — Crossing the Atlantic

from: freespeechmonika.wordpress.com

Dear Readers,

The letter posted here is in German, the language Alfred used in most of his early letters to me from his prison cell to my prison cell. We shared a similar address for nearly four months, the duration of our “speech-crime” trial. In this letter he describes one of his epic sailing trips, the first Atlantic crossing that he made on the Mistral sailboat.~~~~ Monika.

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[NOTE: There is an English translation below]

4.Sept.18
Brief #6

Dear Möne,

nun gehe ich ins Deutsche über, damit unsere Mit-Leser sich nicht unnötig schwer tun. Wir müssen Rücksicht auf die Mit-Leser nehmen um ihre lädierten Nerven zu schonen.

Hoffentlich nerve ich dich nicht, Monika mit schon wieder einem Brief, ich hatte dir heute schon Brief #5 geschickt und jetzt höre ich Bayerische Volksmusik in meinem Zimmer mit dem herrlichen Gitterblick und habe darüber gegrübelt, daß gewisse Zusammenhänge womöglich fehlen, in gewissen Ereignissen, die ich in Brief #5 beschrieben habe, also werde ich hier nachbessern um mögliche Lücken zu füllen und es zu vervollständigen.

Also, die Lücke die zu füllen ist: Was hat eine Atlantic-Überquerung zu tun mit einem Aufenthalt im Hotel Gitterblick? Das eine ist doch ein Traum und das andere ist doch ein Alpdruck oder Alptraum.

Antwort: Nein, eben nicht. Beide sind beides, es kommt nur darauf an ob man es überlebt und was man daraus macht.

Was ist besser?

1) Mit einem alten 2-Master Holz-Segelboot über den Atlantic segeln, was noch keiner der Mitsegler schon gemacht hat, und überall kommen die Stürme – tue es nicht, diese Leute sind lebensmüde, verrückt und das Schiff ist gar nicht dafür geeignet. Das Ding geht unter.

2) Einen Aufenthalt mit Mördern und Dieben und Kinderschändern (die sind getrennt, für ihre eigene Sicherheit) in einem großen Hotel auf einer Insel von wo es kein Entkommen gibt?

Wie ich vorher sagte, beide können so oder so sein. Es kommt darauf an was man draus macht.

O.K. das war die Einleitung, nun werde ich zu dieser ersten Atlantic-Überquerung gehen.

– Monika – jetzt habe ich Knastdemenz – ich weiß nicht ob ich schon von IBM weg war oder ob das in meiner Urlaubszeit war, mit der Überquerung, denn ich kam ja in die Segel-Geschichte rein in der IBM Zeit und hatte meine 6 Wochen Urlaub immer mit der „Mistral“ abgestimmt. Nachdem ich von IBM weg war hatte ich sehr viel Zeit auf der Mistral verbracht. Da hatten die vielen Segler, die mich kennen lernten gesagt, daß ich ein Teil des Inventars von der Mistral war. Der Schiffseigner, der nun verstorben ist, und bei dessen Beerdigung ich auf Grund von „Termin Verpflichtungen“ im Hotel Gitterblick nicht mit anwesend sein konnte, der hatte sich so sehr auf meine Anwesenheit auf der Mistral eingestellt, daß er immer meinen Namen als ersten eingesetzt hatte. So kam es dazu, daß ich letztendlich 7 mal über den Atlantic segelte und habe Himmel und Hölle auf dem Schiff erlebt. Aber man kann den Himmel nur als solchen empfinden, wenn man auch die Hölle kennt.

So nun zur ersten Überquerung. Dieses Schiff war ja immer irgendwo an der Osküste von Canada oder USA, nachdem es durch den Panama-Kanal von California überführt wurde, wo der neue Besitzer es gekauft hatte. Die erste Erfahrung mit der Mistral hatte ich ausschließlich in Canada und USA. Im November 2001 flog ich deswegen einmal nach North Carolina, und die neuen „Sicherheits“ Maßnahmen nach dem „(…) False Flag“ Angriff gegen die USA sind für sich eine ganze Geschichte, aber dafür fehlt jetzt die Zeit. Das erlebt zu haben und im richtigen Kontext verstanden ist sehr wertvoll. Ein Schalter wurde mit 9-11 umgelegt und die „neuen Sicherheits“-Maßnahmen waren das sichtbare Ergebnis.

Oh Gott, sorry, jetzt bin ich wieder zu weit abgeschweift von der ersten Atlantic-Überquerung.

 

 

O.K. mit der Mistral haben viele Amateure und Profi-Segler ihre Erfahrungen gemacht und einige hatten eine Todesangst aufgrund ihrer Erfahrungen, denn das Schiff war mit Rott durchsetzt und erlitt einen Mastbruch und starken Wassereinbruch vor der Küste von Florida, in dem hohen Wellengang, nachdem ein Orkan in der Gegend die See in den Zustand versetzt hatte.

Danach hatte Schiffseigner ein Vermögen in die Restaurierung investiert, denn dieses Schiff ist ein Herreshoff Schooner in 1938 erbaut und ein Kulturgut, Amerikanisches Kulturgut. Es war immer das hübscheste Schiff in allen Häfen die wir besuchten.

Nun wollte er das Schiff irgendwann nach Deutschland segeln, aber Angst war da ein Problem. Dann kündigte sich eine Regatta an, davon versprach er sich etwas Sicherheit. Ja mit so eine Flotte zusammen, No Problem, dachte er sich.

Das war die „Daimler-Chrysler-North Atlantic Challenge“.

Es war alles so furchtbar aufregend, das Sicherheits Training und die Vorbereitung, und dann waren wir noch überladen, nur 8 Kojen aber ich glaube wir waren 10 oder 11 Mann, also „Hot bunking“ Kojen teilen war angesagt. Man dreht das Kopfkissen um wenn dein Bett-Teiler Wache hat.

Im Hotel Gitterblick haben wir unsere EIGENEN Betten. Ja Monika, viel viel besser als auf der Mistral.

Meine Koje teilte ich mit Heinz, der hatte mich in die Sache rein gebracht. Unsere Koje war ganz vorne im Schiff, da war die Wellen-Bewegung am extremsten und wurde von empfindlichen Seglern gemieden. Heinz wurde nie seekrank und ich hatte nur die ersten 24 Stunden Probleme.

Dann kam der große Start in Newport in der Nähe von New York. Die Route verlief um einen „Point Alpha“ wegen angeblicher Eis-Gefahr vom Labrador Current und dann über UK und dann runter die Nordsee nach Hamburg – oder, ich weiß es gar nicht mehr weil wir da nie ankamen.

Schon am Start hatten wir einen Vorfall, da dachte ich nur,

Ach du (f… ), es ist vorbei, und wir sind noch nicht einmal über die Startlinie.

Der Skipper wollte immer die perfekte Positionierung haben am Start, und noch vor dem Start-Kanonen-Schuß beim Ansegel-Maneuvrieren (Manouvers) haben wir FAST einem anderen Teilnehmer mit unserem Bugsprit die Wanten mitgenommen. Ich war auf dem Vorschiff und habe mir fast in die Hose gemacht mit Herzversagen. Da war rein gar nichts was ich hätte machen können, und die ganze Reise wäre zu Ende, schon vor dem Startschuß. Es ging eben gut. Gott sei DANK!

So, dann ging es raus zuerst waren wir ein Pulk Schiffe, aber im Laufe des ersten Tages reduzierte sich die Zahl der Masten die zu sehen war auf etwa 2 andere Schiffe. Die Seekrankheit ließ mich ein paar mal kotzen, ansonsten begann endlich die Überquerung.

Am Tag 2 war kein anderes Schiff mehr zu sehen. Wir hatten Transponders für das Tracking damit die Regatta im Internet auch verfolgt werden konnte.

Noch vor Point Alpha, etwa 4 Tage raus, da hatten wir nicht Sturm aber starken Wind und dann, in der Dunkelheit der Nacht, über unser UKW-Radio konnten wir die Kommunikation einer Notoperation hören, aber nur die Coast Guard-Hälfte. Einer unserer Konkurrenten, auch ein altes Holzschiff war am Absaufen. Die Ursache war nicht klar. Planken-Sprung oder Container-Kollision. Auf jeden Fall keine Hoffnung, alle Mann von Bord, Rettungs-Insel und weil wir noch eine Schiffs „Traffic Lane“ unweit hatten, konnten Alle gerettet werden, nachdem ein Frachter die angegebene Position ansteuerte. Das SOS vom Segelboot konnten wir nicht empfangen, aber von der Coast Guard war es „loud and clear“. Nach vielleicht 6 Stunden oder so war der Spuk vorbei. Schiff gesunken, alle Mann gerettet auf Frachter. Es hinterließ ein Kribbeln in unseren Mägen. So froh, dass es nicht uns getroffen hatte. Schade um das wunderschöne Schiff, aber keine Toten, wenigstens das.

Es wurde immer einsamer auf den Weiten des Atlantics, Point Alpha errreicht und dann den nord-östlichen Kurs eingeschlagen. Nach etwa 10 oder 12 Tagen hatten wir einen Punkt erreicht wo einer unserer Navigatoren sagte, von hier ist es genauso weit nach New York oder Grönland oder Irland. Es war dann in der folgenden Nacht, ich lag in meiner Koje, da kam der Skipper durch das Schiff mit der Meldung „Ruderbruch“. Die Verbindung vom Steuerrad zum Ruder existierte nicht mehr. Wir hatten hohen Wellengang und ordentlich Wind, was war bloß passiert?

Diese Phase dieser Reise war sehr lehrreich und daraus ist viel abzuleiten für unsere jetzige Situation, Monika.

Meine Frau hatte sich damals gewundert, warum sich unser „Tracker“ plötzlich in eine andere Richtung bewegte als all die anderen Schiffe. Nach 3 Tagen hatten wir unsere Situation stabilisiert und in etwa 2 weiteren Wochen die Küste Irlands erreicht.

Ich dachte damals, daß wenn das Schiff in Deutschland ist, dann bin ich nie wieder auf dem Schiff weil der Besitzer da so viele Freunde hat, die dann mit ihm segeln gehen. Aber ich war dann doch immer wieder dabei und 6 weitere Male über den Atlantic, Karibik, Nord-Atlantic. Und Ostsee und Nordsee.

Monika, die Mistral war Teil von meinem Leben geworden und diese Segel-Erfahrungen haben mir immer wieder die Grundlage gegeben für meine spätere Video-Arbeit. Ich kann sogar behaupten, ohne diese Segel-Erfahrung wären ich (und Du) nicht im Hotel Gitterblick. Aber wir müssen hier sein. So wie ich diesen Ruderbruch im Atlantic irgendwie erleben musste, um zu sehen wie ich damit fertig werde.

Bei dem Ruderbruch, da gab es 3 verschiedene Charakter-Eigenschaften, die sich aus der Belegschaft kristallisierten.

Einige, die vorher eine riesen Klappe hatten wurden sehr leise und voller Angst und wenn ihre Klappe aufging, war es um Forderungen zu stellen.

Eine weitere Gruppe war grundsätzlich nutzlos, aber sie verhielt sich ruhig und hatte keinen negativen Einfluss auf das Geschehen gehabt.

Ein paar von uns kümmerten sich um das, was wir tun mußten um Irland aus eigener Kraft zu erreichen. Wir hatten 2 bezahlte Profis an Bord, ich war der zuverlässige „gofer“ und wurde immer von den Profis verlangt um zu zupacken. (…)

Vor einigen Jahren hatte der Flensburger Segel-Verein unserem Skipper eine Silberschale als Anerkennung für alles, was er für den Verein gemacht hatte gegeben, und diese Schale hatte er dann mir geschenkt, weil er sagte dass er das alles nicht hätte machen konnen ohne mein Einwirken auf die diversen Crews und mein Zulangen auf dem Vorschiff und in schwierigen Lagen.

Und nun haben wir wieder Ruderbruch, und nun sind wir wieder einmal gefragt. Aber dieses Mal ist es viel leichter, und wir haben sogar eine eigene Koje.

Auf der Mistral teilten Heinz und ich die Koje, und nach dem Ruderbruch brauchten wir nur 3 Leute an Bord aufgrund unserer Vorrichtung, das heißt wir mussten zur gleichen Zeit in die gleiche Koje. Es war der Nord-Atlantic, kalt und stürmisch. Mit viel warmen, nassen und feuchten Sachen an, der Eine mit dem Kopf in eine Richtung , der andere in die andere Richtung (….)

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Ich könnte schreiben und schreiben und schreiben, aber wir wollen unseren Staatsanwalt nicht überfordern.

Viele herzliche Grüße
Dein Alfred

Shop Refuses Photocopy Service

by freespeechmonika

The owner of a small-town local business in Jasper Alberta refused to provide a simple service today the 31st of January 2019, based on the idea that she did not want to serve a person who “hates”.

3 Sheets Jasper Inc. triples as a Stationery, Print shop and Laundromat. Upon my entry, Sonja L. Dickey asked me what she could do for me. I said I needed something photocopied. She replied that she needed to see what it was first. I asked if she was controlling and censoring everything first, before providing service. Is that how she runs her business, I queried.

There is a back story. About two years ago when I had brought in a two-sided color book review of Tell the Truth and Shame the Devil by Gerard Menuhin, to have copies made, she stared trance-like at it for a long time until I wondered whether she had had a stroke. She then informed me she did not want to “participate” in this. She refused to make copies. Since that time however, I have been in the shop on several occasions to make purchases or have other things copied. I was always friendly and even cracked jokes with her. I thought that dispute we had over the copy refusal had been somewhat amicably resolved. She was certainly willing to take my money for subsequent services and purchases.

Upon my protests today regarding her refusal to provide service in exchange for a fee in a shop which advertises this service, she stammered some incoherent things which made no sense to me. She said she did not want anything to do with something that might involve the police. I explained to her that she should never think we actually live in a free country with freedom of speech if this is the kind of fear she feels. She retorted:

I am NOT afraid.

I explained that if you have a shop, there is a simple exchange of goods or services for money, and that is what I was there to do. I dropped the document on the table and invited her to look at it. It could have been my mother’s kitchen recipes for all she cared at this point, because she did not even look at it. She simply declared that she did not want me there, she would not serve me and that I must leave. I remained standing. She declared, with glowering eyes, she did not want to serve someone…

who hates!

Oh gosh! What does that mean, I asked. She could not answer. They can never answer. She showed me the door. When I did not move quickly enough for her little tantrum, she threatened to call the police. I said go ahead. I laughed and went on my way.

Here is Sonja Dickey’s contact information.
Phone: 780-852-3151
email: 3sheets@telus.net
snail-mail: P.O. Box 2098, Jasper, AB, Canada T0E 1E0
facebook: 3 Sheets Jasper Inc

If you write or call, please remain polite and informative, and do not resort to smear or insults, as that is what hasbara trolls do and we are not them.

Unser Alfred wird 64

Im „Hotel Gitterblick“ – wie die JVA in München liebevoll genannt wird – muß Alfred seinen 64. Geburtstag verbringen. Ob es dort die Möglichkeiten gibt zu feiern, ist uns leider nicht bekannt.

Trotzdem möchten wir ihm hier von Herzen gratulieren!

Alfred hatte sich schon so darauf gefreut, daß am 28. Januar ein neuer Prozeß in München startet. Vorerst wurde leider nichts aus diesem Termin. Dieser wurde kurzfristig abgesagt – weiteres bleibt abzuwarten.

Abzuwarten bleibt auch, wie viele Geburtstage unser lieber Alfred in den Mauern der Stadelheimer Str. 12 noch zubringen muß. Niemand kann in die Zukunft schauen. Aber, und das ist ja in der Geschichte belegt, so manches änderte sich schon schneller als es vorher den Anschein hatte.

Am 30. Juni 2018 – als freier Mann – demonstrierte er in Nürnberg noch für die Freilassung seiner Schwester Monika.

alfred nürnberg 2

Wenige Tage nach dieser Demonstration wurde er das erste mal im Münchner Gerichtssaal verhaftet – gegen Kaution wieder frei gelassen – um am 6. Juli wiederum verhaftet zu werden.

Alfred reiht sich so in die lange Liste der politischen Gefangenen ein, die im „demokratischen“, „freiesten“ „Rechtsstaat“ für Meinungsäußerungen in Gefangenschaft genommen werden.

Bis zum Tag seiner Verhaftung und auch in der Haft, hatte er einen großen Wunsch: „Seine Schwester sollte frei sein“. Dieser Wunsch ging am 26. Oktober – am letzten Prozeßtag im Münchner Verfahren – in Erfüllung. Monika Schaefer – zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt – wurde noch am selben Tag frei gelassen, weil sie schon seit dem 3. Januar 2018 hinter Kerkermauern gefangen gehalten wurde.

Alfred denkt nicht an sein persönliches Wohl oder Wehe, wenn es um die Erfüllung eines weiteren Herzenswunsches geht. Alfred möchte den Menschen helfen, sich zu befreien. Sein größter Wunsch ist, daß die Völker sich ihrer wichtigen Funktion in der natürlichen Weltordnung bewußt werden. Daß die Völker erkennen, welch bösartiges Spiel seit sehr langer Zeit mit ihnen gespielt wird. Denn dann erst können sich die Völker befreien, wenn Wahrheit über Lüge gesiegt hat.

Als anständige Menschen können wir Alfred nur wünschen, daß sein Herzenswunsch recht bald in Erfüllung geht – denn auch seine persönliche Freiheit wäre dann wieder gegeben.

Falls Sie sich fragen, was Sie Alfred zu seinem Geburtstag Gutes tun können, möchten wir Ihnen zwei Dinge an die Hand geben:

  1. Schreiben Sie ihm Karten oder Briefe – aber bitte nicht nur an seinem Geburtstag (Alfred Schaefer, Stadelheimer Str. 12 in 81549 München)
  2. Für die wenigen Annehmlichkeiten die man sich in einem Gefängnis für Geld kaufen kann – Nahrungsergänzungen, Briefmarken, Schreibutensilien oder Hygieneartikel – steht dem Gefangenen ein Haftkonto zur Verfügung. Auf dieses können Sie (gerne auch regelmäßig) kleinere Beträge überweisen. [ Empfänger: Landesjustizkasse Bamberg * * * IBAN DE34 7005 0000 0000 0249 19 * * *  Verwendungszweck: JVA München, Afred Schaefer 30.01.1955 ]

In stillen Momenten denken Sie bitte daran, daß Menschen wie Alfred Schaefer ihre Freiheit dafür opfern, daß es Ihnen einmal besser geht und unsere Kinder eine lebenswerte Zukunft haben, in der Recht endlich wieder Recht ist.











Alfred wieder vor Gericht

In München ruht man noch lange nicht, denn es ist und bleibt – eine Frage der Macht.

Am Montag, den 28. Januar 2019 um 10:00 Uhr, in der Nymphenburger Straße 16, Saal A 220 geht es weiter – besser gesagt – wieder los.

Eine neue Anklage ist gegen Alfred erhoben, die zur Klärung beitragen möchte, ob Alfreds kleiner Hund Pawlow tatsächlich so hoch springen kann. Der Prozess ist zwar am Amtsgericht, findet aber im selben Gebäude statt wie der letzte Prozess. Schließlich hat man in diesem Gebäude die Möglichkeit, die Besucher bis auf die Knochen zu untersuchen. Es geht noch immer das Gerücht bei „Jenen“ um, daß die bösen „Rechten“ gewalttätig sind und immer schwer bewaffnet. Oder soll dieses Bild nur in der Öffentlichkeit aufrecht erhalten werden, um Polizeidiktatur zu rechtfertigen?

Es ist also ein neues Verfahren, welches – diesmal ganz regulär – zuerst am Amtsgericht geführt wird. Je nach Urteil und weiterem Vorgehen, könnte es dann noch Berufung zum Landgericht und Revision geben.

Wer am 28.1.2019 Zeit hat und eine Fahrt nach München unternehmen kann, sollte sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen. Egal, was bei diesen „Prozessen“ herauskommt. Sie können sicher sein, daß über sie auch in der Zukunft noch sehr lange gesprochen werden wird. Es ist sogar davon auszugehen, daß Jura-Studenten in einer anständigeren Zeit anhand der Akten solcher Prozesse lernen werden, wie Gesinnungsjustiz funktioniert – um es einmal anders handhaben zu können. Denn eines liegt offen vor unser aller Blick: Alfred – und viele andere – haben weder ihr Volk geschädigt, ihr Land verraten, einen Menschen vergewaltigt oder ermordet oder Kinder mißhandelt. Menschen wie Alfred möchten der Wahrheit zum Durchbruch verhelfen und werden nur deshalb in der BRD eingesperrt.

Die Lüge steht nicht von alleine, sie muß durch „Gesetz“, Gewalt und Willkür gestützt werden!

In der BRD wurde eine DDR-Richterin aus folgenden Gründen wegen Rechtsbeugung verurteilt:

Es „liegt kein an der Verwirklichung von Gerechtigkeit orientierter Rechtsprechungsakt mehr vor, sondern willkürliche Unterdrückung und gezielte Ausschaltung eines politischen Gegners.” Die „Art des Strafens entspricht nicht mehr sachlichen Erwägungen”. Sie zielt erkennbar allein darauf ab, „politisch Andersdenkende einzuschüchtern und damit die Herrschaft der gegenwärtigen Machthaber zu sichern”. Gegenstand des von ihr verhängten Urteils war eine den „Machthabern unerwünschte und deshalb pönalisierte Meinungsäußerung”. (Aus der Pressemitteilung des BVerfG Nr. 41/98 vom 22. April 1998 zu Aktenzeichen: BVerfG 2 BvR 2560/95)

Man kann es kaum glauben, mit welcher Doppelzüngigkeit in der BRD „Recht“ gesprochen wird. Die Beteiligten an Unrechts-Urteilen gegen Monika und Alfred Schaefer, Ursula Haverbeck, Horst Mahler, Sylvia Stolz und viele andere, sollten sich darüber im Klaren sein, daß es immer ein „Morgen“ gibt.  Gewiß, in der Jetzt-Zeit erfordert es Mut und Tatkraft, gegen den Strom zu schwimmen. Aber es entscheidet jeder Beteiligte selbst, ob er Täter oder ein anständiger Mensch sein möchte.

Und noch etwas, was hier erwähnt sein sollte. Am 30. Januar, zwei Tage nach dem Prozess in München, feiert Alfred Schaefer seinen 64. Geburtstag in der JVA. Ein Grund mehr ihm einige liebe Zeilen zu schreiben!

Alfred Schaefer, Stadelheimerstr. 12 in 81549 München

 

Dear Monika – open letter

November 5, 2018

Now you’re free again – if that’s what we want to call it. At least the helpers of the evil power – in the FRG – have released you from prison.

For the devils this event will be a slap in the face. How can a subordinate – the FRG judiciary – set a „witch“ free again? “A ‘witch’ must burn!”

Is it a good sign, if the helpers do not function yet, or not any longer, in the way it is ordered from „above“? What do the evil doers think now? Will they rage?

All decent people are happy that you are free again. Even though our fight is far from over – and your dear brother Alfred is still in their clutches – we may also be happy for a while. As serious as the situation is, we should never unlearn to rejoice in small gifts, not from the devil, but from Providence.

What happens now?” So many people ask us this question. With my short letter I would like to try to give answers which should help all friends to understand.

If one is placed in the public light, as you are, life will never be the same again. The devil’s henchmen will continue to try to become your master. So it is not so easy now to stay in contact with all the good people who would like to hear from you or read about you. The average person has no idea what it would mean for you if you were to write your return address completely without concern on a letter. How easily this could fall into the wrong hands and allow further filthy smear campaigns against you by the bloodhounds. We don’t want this.

That’s why we gladly back off! We reflect and wait for news that will come from you via various channels. Maybe one or the other gets a nice letter from you, where no return address is mentioned – just to avoid endangering your stay. We, who can give you thanks and recognition in this way, do not insist on direct correspondence if it puts you in danger. We are modest and hope to be able to support you in this way more. We can leave comments here and also publish whole letters that you can then take note of. And if we leave a reply address, you can even reply if time permits.

Of course it will also take some time before your situation will normalize again. You have been robbed 10 months of your life that also have to be reworked. There are so many things for you to settle and clarify so that we do not regret not to hear from you for a few weeks. We also want to leave you with the serenity you deserve now!

You have already written yourself into the history books, and for that we thank you from the bottom of our hearts! We also continue to be there for you, if we can help somehow.

You will find ways to contact friends safely. And we can communicate to you here.

Heartfelt greetings,

Henry Hafenmayer

Ein Brief aus der Gefangenschaft – heute ist Monika frei

Brief No. 7 von Monika Schaefer

Monika Schaefer (zu der Zeit noch im Gefaengnis – heute aber frei)

12. Oktober 2018 – dieser Brief kam am 6. November 2018 an.

Liebe, liebe Theresa,

Du kannst Dir kaum vorstellen wie sehr ich mich über deinen lieben Brief den ich gestern Nachmittag erhalten habe gefreut habe! Also zögere ich keinen weiteren Moment Dir zurückzuschreiben.

Erstmals möchte ich Dich vergewissern dass es beiden von uns – Alfred und mir – sehr gut geht. Wir sind immer die fröhlichsten im Gerichtssaal, und den “Anderen” wird immer unbequemer zu Mute.

Unsere Fröhlichkeit kommt natürlich daher weil wir einfach wissen dass Wahrheit und Recht – echtes Recht – auf unserer Seite sind.

Aber keine Angst, Theresa, wir machen uns keine Illusionen vom Ergebnis – ich mein jetzt persönliches Ergebnis [dem Urteil]. Aber weist Du, irgendwann wird sich bei denen das Gewissen doch einschalten, oder?

Na ja, Du erwähntest Sowjetunion und Todesstrafe [für politische und historische Meinungen] und solche Sachen. Ja ich bin sehr dankbar dass es jetzt hier keine Todesstrafe gibt. Das wurde sogar vorgelesen in einem Brief den ich an jemanden hier in Deutschland geschrieben hatte – der einzige von den angehaltenen Briefen von mir den sie im Gerichtssaal vorgelesen haben. Vielleicht bekommst Du den Brief im Internet zu lesen, denn ich habe ihn schon ein paar mal per Hand kopiert und rausgeschickt in der Hoffnung dass er auch ankommt und veröffentlicht werden kann. Na ja, veröffentlicht wurde er schon – im Gerichtssaal. Aber das Publikum darf ja nicht mitschreiben, und außerdem wird nichts auf Tonband aufgenommen. Aber schriftliches geht zu den Akten.

Wie ist das denn in den USA? Ich war erstaunt!!! am ersten Gerichtstag hier wenn ich erfuhr dass nichts aufgenommen wird. Wie bitte? Was?! In Kanada wird alles schriftlich UND per Audio aufgenommen. Dann kann man Transkripte erhalten. Hier nichts. [Ja ich weiß von einem Fall in den USA wo nichts im Gericht schriftlich aufgenommen wurde in einer ziemlich schlimmen Anklage.] Und dann noch dazu die Geschichte am ersten Tag wo niemand richtig hören konnte (besonders das Publikum). Ich stand da einfach auf und sagte ganz laut: “Entweder dies ist ein öffentlicher Gerichtsaal oder es ist NICHT ein öffentlicher Gerichtsaal…” und argumentierte weiter dass wenn die Menschen nichts hören können und dem Richter macht das nichts aus, dann sind die Menschen nur für “Show” da und da hätte Alfred ja eigentlich Recht mit seinen Bemerkungen was den Richter so geärgert hat… z.B. Moppet Show und Inquisition… Einige Zeit dauerte es noch und endlich wurde das Mikrofonsystem angeschalten. Es war ja alles vorhanden, aber der Richte lehnte es zuerst einfach ab und wollte es nicht zulassen dass wir es benutzen dürfen. Was für eine Logik steckte wohl dahinter? War das Faulheit oder Eile oder wollte er wirklich dass die Leute nichts hören??? Ich weiß es nicht.

Ich wusste dass Arthur [Topham] verhaftet worden ist, aber ich sehne mich nach mehr Information. Wo ist er? Kann man ihm schreiben? Was, wann, wie…??? Ich höre einfach nichts weiteres und würde so gerne ihm schreiben können und ihm “moral support” [moralische Unterstützung] geben.

Danke für die Weimarer Geschichte die Du mir erzaelt hast. Gerade wenn die Menschen so richtig runtergebracht sind, wie nach dem katastrophalen Krieg, das ist die Zeit wenn die Mächte mit der psychologischen Kriegsführung richtig eingreifen. Interessant was Du sagst über die Millionen [Deutsche] die zum Kommunismus überzeugt worden sind [gleich] nach dem Ersten Weltkrieg. Und nach dem Zweiten Weltkrieg war es nochmal eine riesige “Umerziehung.”

Die “Protokollen der Weisen…” sagen, “sie werden Agenten ihrer eigenen Vernichtung werden.” So machen sie es. Dann stehen sie [die „Weisen“] an der Seite und reiben sich “gleefully” [vergnügt] die Hände und kassieren ein.

Auf ein fröhlicheres Thema zurück… Wir sind gar nicht traurig dass es weiter geht beim Prozess. Du hast es völlig richtig erahnt “…vielleicht ist das gut so damit das Gericht genug zu hören bekommt…” Genau. Keiner von denen kann hinterher behaupten “Wir haben es nicht gewusst” was so in der Welt läuft. Alfred macht einen tollen Job alle aufzuklären, und ich habe einen kleinen Teil dazu beigetragen.

Ich bin sehr froh zu hören dass Du daran arbeitest, Dich selber wieder aufzubauen: Spaziergänge und Zeit im “gym” (Körper trainieren). [Bis was wie der Blitz dazwischen schlug!] Das ist, wie Du natürlich selber weist – super, super wichtig! Körperlich, seelisch, geistig – das ist alles tief verbunden. Also ich kann Dich natürlich nur ermutigen und ich tue das aus tiefstem Herzen, denn ich wünsche Dir das Beste! Weiter machen – bewegen, bewegen, bewegen! Ich habe Freunde die sagen immer “Motion is Lotion” [Bewegung ist Ölung]. Das trifft zu, vor allen Dingen wenn man älter wird, nicht war?

Ich wollte nur noch sagen, dass Alfred jetzt einen Job hat da drüben im Stadelheim – arbeitet in der Wäscherei. Er ist froh zu arbeiten, aber es bedeutet wahrscheinlich auch dass er weniger Zeit haben wird Briefe zu schreiben. Er wird sich aber natürlich freuen Post zu bekommen.

Bitte fühle Dich frei, geeignete Teile meines Briefes weiter zu leiten wenn Du willst.

So, jetzt kommt bald unser täglicher Hofgang. Ich spaziere heute im Geist mit Dir durch einen wunderschönen Wald, wo man durch knisterndes Laub mit den Füßen fegt. Ich freue mich schon.

Herzlichst,

Deine Monika